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John Millington Synge wurde am 16. April 1871 in Rathfarnham, einem ländlichen Vorort Dublins, geboren,. Sein Vater John Hatch Synge war Rechtsanwalt, seine Mutter Kathleen Traill war Tochter eines religiösen Eiferers aus Nordirland. Früh begeisterte sich Synge für die Violine. Mit 18 Jahren trat er in die Royal Irish Academy of Music als Student ein. Um sein Musikstudium fortzusetzen, reiste er 1893 nach Deutschland, wo er auch seine ersten Dramenentwürfe und Gedichte schrieb. Verunsichert über sein musikalisches Talent beschloss er, die Musik an den Nagel zu hängen und sich ganz der Literatur zu widmen. 1895 ging er nach Paris und studierte Gälisch, Französisch und Italienisch. Ein Jahr später lernte er dort William Butler Yeats kennen. Aus dieser Bekanntschaft entwickelte sich eine weit über die gegenseitige literarische Inspiration und Ermutigung hinausgehende Freundschaft, die u.a. auch eine nicht unwichtige Rolle bei der Gründung des Abbey Theatre, des späteren irischen Staatstheaters, spielte.
Synges literarisches Schaffen wurde ausgelöst durch einen längeren Aufenthalt auf den Aran-Inseln. Als 1903 "Die Nebelschlucht" in der Molesworth Hall uraufgeführt wurde, bewirkte der durchs Stück ausgelöste Skandal eine Spaltung der verantwortlichen "Irish National Theatre Society". Der Sinn Fein-Gründer, Arthur Griffith, hetzte die nationalistischen Kreise Irlands gegen Synge und Yeats auf. Trotzdem schrieb Synge jährlich weitere Stücke, die aber allesamt wenig bis gar keinen Anklang bei der irischen Gesellschaft fanden. Erst lange nach seinem Tode wurde er als bedeutender irischer Schriftsteller anerkannt und erlangte schliesslich mit dem "Playboy of the Western World" ("Ein wahrer Held") gar Weltruhm.
1906 verlobte sich J.M. Synge mit der Schauspielerin Molly Allgood und festigte damit eine Beziehung, die er bis dahin verheimlicht hatte, wusste er doch sehr wohl, dass seine Familie die Angloren nicht tolerierte und, wie alle Bürgerlichen, die Schauspieler zu den untersten Schichten zählte. Als sich die seit seiner Kindheit mitgeschleppte Krankheit drastisch verschlimmerte, musste J.M. Synge ins Spital, wo er am 24. März 1909 - mit de Blick in seine geliebte Landschaft hinaus - verstarb. "Kesselflickers Hochzeit" wurde noch im selben Jahr in London uraufgeführt.
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Die materielle Armut und das Dasein am Rande der Gesellschaft lässt die Kesselflicker ihre eigenen Vorstellungen vom Leben entwickeln. Trost und Geborgenheit finden die Betroffenen einerseits im wilden und exzessiven Lebensstil, andererseits aber auch in naiver Zweisamkeit. Die trotz ihrer Herkunft begehrenswerte junge Frau Sarah erkennt ihre Situation genau, zumal sie bereits von jungen Männern besserer Herkunft mit Galanterien überhäuft wurde. Sie sieht ihre Chance, in der sozialen Leiter eine Stufe höher zu kommen, in der Heirat mit Michael. Sowohl Michaels Mutter als auch der junge Mann selbst sind von der Notwendigkeit einer Heirat keineswegs überzeugt. Im Gegenteil. Beide sind der Ansicht, dass eine Hochzeit verschwendetes Geld sei - wenn auch die Hintergründe dieser Haltung völlig verschieden gelagert sind. Mary, Michaels Mutter, findet sich mit der trostlosen Situation ihres Daseins durch ihre regelmässigen alkoholischen Genüsse ab. Sie hat ihre Hemmschwellen längst abgebaut. Recht und Unrecht verschwimmen in ihren Augen. So ist es nicht verwunderlich, dass sie die einzige Kanne, welche Sarah dem Pfarrer als Zugabe zu den 10 Schillingen geben wollte, damit er si traue, in einem geeigneten Moment in Wein umwandelt, Michael, von Natur aus ein eher arbeitsscheuer Bursche, befürchtet, durch die Heirat mit Sarah ihrer resoluten und bestimmten Art noch mehr ausgesetzt zu sein. Er möchte die Verantwortung einer Ehe, das Aufkommen für den Lebensunterhalt und die ehelichen Pflichten lieber nicht auf sich nehmen. Dennoch willigt er in eine Heirat ein, als Sarah andeutet, mit einem anderen Mann davonzugehen und ihn mit seiner Mutter allein zu lassen.
Sarah kann ihn überreden, aus einem Stück Blech einen Ehering zu schmieden, den er just zu dem Zeitpunkt fertiggestellt hat, als der Pfarrer, vom Singen und Zechen mit den Dorfältesten heimkehrend, das Lager der Kesselflicker kreuzt. Sarah nutzt die Gunst der Stunde und setzt ihren ganzen Charme ein, um den Pfarrer für die Vermählung zu gewinnen. Der Pfarrer versucht, Sarah mit Worten abzuwimmeln, doch so schnell lässt sie nicht locker. Zwar misslingt es ihr, nebst einer kostenlosen Verheiratung noch ein paar Schillinge abzubitten, doch wird der Handel schliesslich abgeschlossen: Trauung gegen 20 Schilling und eine von Michael verfertigte Kannte. Der Pfarrer willigt nicht zuletzt darum ein, weil Mary ihn unverhohlen auffordert, bei ihrem Saufgelage am Feuer mitzuhalten.
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Wenn sie auch nicht das grosse Los gezogen hat, so hat es Nora doch geschafft, den alten Daniel Burke zu heiraten. Und der nennt immerhin 100 Schafe, eine Herde Kühe und ein einfaches Haus in Glenmalure sein eigen. Es ist zwar eine verlassene Gegend, aber Nora ist vom bisherigen Herumziehen einiges gewöhnt und stellt sich ein Leben an der Seite eines wohlhabenden mannes sehr schön vor.
Das Glück ist von kurzer Dauer. Der alte Dan entpuppt sich als ein eifersüchtiges Scheusal und macht ihr das Leben oft sauer. Eines Tages kommt plötzlich die totale Einsamkeit dazu; Dan liegt starr und steif in seinem Bett. Soll sie in den nächsten Ort laufen, dem jungen Hirten Chris pfeifen oder Wache halten?
Während sie diesen Gedanken nachhängt, klopft es une ein Landstreicher, von Nora "Fremdling" genannt, steht vor der Tür. Sie bittet ihn, die Totenwache zu halten, derweil sie Chris holen geht.
Dem Fremdling ist etwas seltsam zumute, aber die Aussicht, wohl wieder mal einen rechten Schluck und etwas zwischen die Zähne zu bekommen, tröstet ihn. Lange wird er ja wohl nicht alleine bleiben müssen mit dem alten Dan. Tatsächlich kommen Nora und Chris schon bald zurück.
Spontan will der blutjunge Chris Nora heiraten - jetzt wo sie bald ein Erbe antreten kann. Nach einigen Auf und Ab bietet der Fremdling an, sie mitzunehmen auf seinen Wanderungen und ihr das unabhängige Leben in Freiheit schmackhaft zu machen. Die Antwort, was zu tun sei, lässt nicht lange auf sich warten.
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Den musikalischen Rahmen geben uns die Musiker Reinholf Möllenbeck und Tom Keller. Beide sind Mitglieder der Rhythm "n" Folk Band "THE PINT" und haben sich mit ihrem Repertoire grösstenteils der traditionellen irischen Musik verschrieben.
Rheinhold Möllenbeck ist seit der ersten Stunde bei "THE PINT" dabei. Als virtuoser Bouzouki- und Mandolinenspieler sind die Instrumental-Sets seine Spezialität.
Reinhold macht seit mehr als fünfzehn Jahren Folkmusik. Vor zwölf Jahren aus dem grossen Kanton in die Schweiz eingedrungen, arbeitet er als Krankenpfleger auf der Notfallstation eines Spitals im Zürcher Oberland. Er ist eher von der quirrligen Sorte (er verleugnet ja seine niederrheinische Abstammung nicht), und es kann passieren, dass er mitten in einem Lied, das er schon seit Jahren kennt, den Text vergisst... wie gut, dass der Refrain häufig aus "didlidei dum" und ähnlichem besteht.
Tom Keller ist ebenfalls von Anfang an mit dabei. Er hat sich auf solides, rhythmisch sicheres Gitarrenspiel spezialisiert, was sich als gute Grundlage erweist. Sowohl für die Songs wie auch für die Tänze. Dazwischen singt er auch die Hauptstimme, damit bietet er willkommene Abwechslung zu Reinholds Gesang. Oft unterstützt er ein Stück mit Percussion. Tom war jahrelang Pianist der roch ‚n' Roll Band "Die müden Rüben" und versucht seit langem vergeblich, die anderen Bandmitglieder von der Notwendigkeit, "The Jailhouse Rock" zu spielen, zu überzeugen.